Altes KALKWERK-Areal

   

Kalkabbau in Bahretal


Karte von Borna um 1821
Karte von Borna um 1821

Bahretal mit seinen Orten Borna, Nentmannsdorf, Friedrichswalde und Ottendorf kann auf eine 600 jährige Geschichte des Kalkabbaus zurückblicken. Seit 1388 wurde nachweislich in Borna und Nentmannsdorf Kalkstein abgebaut.

Den Kalkstein nutzte man aber auch als Marmor. In der Bornaer Kirche steht ein Altar und ein Taufstein aus Bornaer Kalkstein, gefertigt 1754 vom Dresdner Hofmarmorierer Peter Bernhard Aglio.
Nach wechselvoller Geschichte modernisierte 1927 Ingenieur Uhlig die vorhandenen Öfen. Mit diesen Schritt begann die industriellen Kalkproduktion in Borna. Erst 1964 ersetzte ein neues Kalkwerk die alte Technik. Mit Einstellung der Produktion im Jahre 1998 und der nachfolgenden Demontage des Werkes ging die lange Geschichte des Kalkbrennens in Borna zu Ende.

Der Ofen 2007
Der Ofen 2007

Ein Museum entsteht


Vom Abriß übrig blieb nur ein über 200 Jahre alter und halb verfallener Kalkofen. Seit 2009 organisiert eine Arbeitsgruppe die Sanierung des letzten vorhandenen und begehbaren Kalkofens, um ihn als technisches Denkmal und Museum zu erhalten. Dank vieler Helfer und Sponsoren konnte im Dezember 2011 das Museum "Historischer Kalkofen Borna" eröffnet werden.

In der integrierten Ausstellung kann man viele interessante Dinge über die Geschichte und die Kalkherstellung anschaulich erfahren.
Das Museum öffnet von Mai bis September und hat jeden 3. Sonnabend im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Ansonsten kann man Besichtigungstermine gern via e-Mail vereinbaren.